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Sport mit Knorpelschaden - Ursache und Symptome

Moritz berichtet am 15.10.2017 um 19:45

Kategorie:

Trainingstipps

Sportarten:

Laufen
Knorpelschaden im Sport
Knorpelschaden im Sport/

Schaden am Knorpel durch Sport und durch Abnutzung

Unfälle beim Sport können eine Verletzung am Knorpel hervorrufen und die Knorpel- und Gelenkfunktion einschränken. Vor allem für Erwachsene ist das ein Problem, da die Knorpelzellen nicht mehr in der Lage sind sich zu regenerieren. Die Folge ist, dass sich Narbengewebe bildet, welches die Knorpelfunktion beeinträchtigt. Zusätzlich zu einer Verletzung beim Sport kann mit zunehmenden Alter auch ein abnutzungsbedingter Knorpelschaden auftreten. Je älter man wird, umso mehr verändert sich die Knorpelbeschaffenheit. Durch sportliche Aktivitäten und eine dauerhafte Belastung oder durch eine Fehlerbelastung treten Schmerzen auf. Die Knorpeloberfläche wird rau und die Gelenke arbeiten nicht mehr richtig, da die Versorgung mit Sauerstoff und Nährstoffen nicht mehr ausreichend ist. Die Knorpelgefäße besitzen keine Blutgefäße und werden von der Knorpelhaut und der Gelenkflüssigkeit versorgt. Bei Belastung und mit zunehmendem Alter bilden sich die Knorpelzellen zurück und werden geschädigt.
Die Ursache für Schäden an den Knorpeln können zum Beispiel Knieverdrehungen oder Prellungen beim Sport sein. Ein bis zu zwei Zentimeter großes Knorpelstück kann dabei aus der kompletten Knorpelschicht herausbrechen.

Die Symptome bei einer Knorpelverletzung

Eine Sportverletzung mit Schaden am Knorpelgewebe verursacht starke Schmerzen beim Laufen. Jede Bewegung vom Gelenk erfolgt mit einem Knochenreiben. Die Folge der Schmerzen ist, dass die Gelenke blockieren. Gelegentliche Schwellungen durch eine Flüssigkeitsansammlung im Gewebe sind möglich, ebenso wie durch eine Blutung. Beim Laufen oder beim Treppensteigen, sowie nach einer ausgiebigen Belastung ist Bewegung nur noch unter Schmerzen möglich. Vor allem morgens und nach längerem Sitzen können ebenfalls Schmerzen mit knirschenden Geräuschen auftreten. Sind die Beschwerden fortgeschritten, treten bei Knorpelschäden bereits in Ruhezustand starke Schmerzen auf. Schwillt das Kniegelenk bei jeder Belastung an, ist es wichtig, auch in jungen Jahren operative und konservative Therapien anzuwenden.

Knorpelschäden - Die Risikofaktoren

Nicht nur eine Sportverletzung führt zu Knorpelschäden. Auch das Alter spielt eine Rolle. Je älter man ist, umso mehr treten Knorpelstörungen durch Abnutzung auf. Das Ausmaß ist von bestimmten Risikofaktoren abhängig, wie zum Beispiel nicht genug Bewegung und zu viel Körpergewicht. Ebenfalls falsche Belastungen und Instabilitäten am Gelenk verursachen Schäden. Verletzungen am Knie und auch Stoffwechselstörungen sowie O-Beine oder X-Beine sind Risikofaktoren.

Die Diagnose

Besteht der Verdacht auf eine Knorpelschädigung im Kniegelenk ordnet der behandelnde Arzt bildgebende Untersuchungsverfahren an. Eine Röntgenuntersuchung in zwei Ebenen gibt Auskunft und lässt die typischen Anzeichen der Knorpelerkrankung gut aufscheinen. Ebenfalls Achsaufnahmen, bei denen die Abweichungen an der Beinachse gemessen werden, sind ein wichtiger Punkt für eine gute Diagnose. Mit der Kernspintomographie, die auch als Magnetresonanztomographie bezeichnet wird,fällt es dem Mediziner am leichtesten die Knorpelschädigung zu erkennen. Ausschließlich durch eine sichere Diagnose ist eine effektive Behandlung gewährleistet.

Unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten eines Knorpelschadens

Knorpelschäden am Knie können konservativ oder operative behandelt werden.
Bei der konservativen Therapie wird in erster Linie die Funktionstüchtigkeit des Kniegelenks verbessert. Somit wird die Knorpelschädigung verlangsamt. Im Vordergrund steht auch die Behandlung beziehungsweise die Verringerung der Schmerzen. Der Patient erhält in der Regel nicht-Steroide Antirheumatika, wie zum Beispiel Diclofenac und Ibuprofen. Mit der Einnahme dieser Präparate wird die Entzündung im Kniegelenk bekämpft. Weitere Medikamenten wie beispielsweise Hyaluronsäure, die der Arzt jede Woche in das Knie spritzt, sowie Mittel durch die sich Knorpelstruktur verbessert sind ebenfalls hilfreich. Die Physiotherapie ist eine weitere konservative Behandlung, um das Kniegelenk zu mobilisieren und die Muskeln zu stärken.

Mit Hilfe der Gelenkspülung und der Knorpelglättung können ebenfalls durch Sport entstandene Knorpelverletzungen behandelt werden. Abgelöste Knorpelfasern werden gereinigt und oberflächliche Knorpelanteile mit veränderter Struktur werden abgetragen. Mit diesem OP-Verfahren wird die Entzündung im Gelenk positiv beeinflusst und das Gelenk kann besser bewegt werden. Kleinere Knorpelschäden werden mittels Abrasion behoben. Noch mehr operative Methoden sind unter anderem die Mikrofrakturierung, sowie die biologische Rekonstruktion und die Hemicap-Variante. Sind die Verschleißerscheinungen und die Schmerzen besonders stark, wird eventuell eine künstliche Endoprothese eingesetzt.

Die Nachbehandlung nach Knorpeloperationen gestaltet sich sehr langwierig. Das Gelenk kann für mindestens sechs Wochen nicht voll belastet werden. Trotzdem ist viel Bewegung mit Hilfe von Krankengymnastik erforderlich. Intensive Übungsbehandlungen mit Hilfe einer Bewegungsschiene kann der Patient selbständig auch zu Hause durchführen. Ausschließlich durch eine intensive und geduldige Nachbehandlung ist ein Erfolg garantiert. Die erste Besserung tritt nach etwa vier bis sechs Monaten ein.

Selbsthilfe und die richtige Medikamentation bei Knorpelstörungen

Beschädigte Knorpelstrukturen werden am besten mit Bewegung bekämpft. Bewegung ist die beste Selbsthilfe. Das geschädigte Knorpelgewebe wird deutlich besser versorgt und die Muskeln werden gestärkt. Eventuelles Übergewicht sollte abgebaut werden, um die Gelenke zu entlasten. Die Medikamentation bei Knorpelstörungen beinhaltet leichtere Schmerzmittel, wie zum Beispiel Acetylsalicylsäure oder Ibuprofen einzunehmen. Ebenfalls pflanzliche Präparate mit Weidenrindenextrakt können helfen Antirheumatika ohne Kortison, wie beispielsweise Felbinac, Indometacin oder Ketoprofen in Form von Tabletten, Gel, Spray oder Salben, lindern den Schmerz und hemmen die Entzündung.
Wärmende Salben sind ebenfalls sehr wohltuend und unterstützen die Behandlung.

Es sollte niemals über den Schmerz trainiert werden. Es sollten Übungen erfolgen, die man ohne große Schmerzbelastung durchführen kann. Sind die schmerzen auch in Ruhe vorhanden, sollte man Rücksprache mit dem behandelnden Arzt halten. Allgemein gilt, das Training mit Übungen zu beginnen, die einem von Physio- oder Sporttherapeuten empfohlen wurden und deren Durchführung bekannt ist. Das entsprechende Schuhwerk, sowie passende Bandagen und angepasste Einlegesohlen können die Beschwerden verringern und empfehlen sich bei sportlichen Outdoor-Aktivitäten.

Knorpelschäden vorbeugen

Beim Sport gilt es auf die Stellung der Beine zu achten und Fehlstellungen wie X- oder O-Beine zu vermeiden. Mit Hilfe von einem Trainer oder einem Physiotherapeut
werden entsprechende Übungen durchgeführt. Zudem gilt es eine Überlastung der Gelenke zu vermeiden. Knorpelschäden durch Unfälle beim Sport zum Beispiel können leider nicht immer verhindert werden. Wird der Knorpelschaden allerdings durch Fehlbelastungen ausgelöst, ist eine Vorbeugung möglich. Die Gelenke müssen dafür nur richtig belastet werden. Zudem beugt eine regelmäßige Bewegung in jedem Alter ebenfalls Knorpelschäden vor. Starke einseitige und wiederholte Belastungen sollten nicht erfolgen. Geeignete Sportarten sind unter anderem Schwimmen, sowie Nordic Walking und Radfahren. Kombiniert mit einer abwechslungsreichen und gesunden Ernährung wird Übergewicht verhindert und einem Knorpelschaden vorgebeugt.
Im Folgenden wird aufgelistet was Läufer bei Überlastungsschäden tun können:

–Das Laufpensum muss verringert werden
-Umsteigen auf Radfahren
–Koordinations- und Kräftigigungsübungen durchführen
–Die Laufschuhe von einem Fachmann überprüfen lassen
–Den Untergrund zum Laufen wechseln
–Verordnung von Physiotherapie oder Querfriktionsmassagen
–Einnahme von entzündungshemmenden Medikamenten

Fazit

Sind die Knorpel durch Sport geschädigt und man möchte sich trotzdem bewegen, sollte man auf fließende und sanfte Sportarten zurückgreifen, wie zum Beispiel Schwimmen, Aquajogging, sowie Nordic Walking oder Radfahren. Ebenfalls Spazierengehen, sowie Pilates und Gymnastik sind eine gute Wahl. Schäden am Gelenkknorpel können in jedem Alter auftreten. Wichtig für den Verlauf ist die Ursache für die Knorpelschädigung. Oberste Priorität bei der Knorpel-Behandlung hat, dass der Schaden in einem frühzeitigen Stadium beseitigt wird.
Eine regelmäßige Trainingstherapie ist erforderlich, damit das Gelenk beweglich bleibt. Dabei gilt es in jedem Fall Überlastungen des Gelenks zu vermeiden und eventuell vorhandenes Übergewicht so gut wie es geht zu reduzieren. Gut gedämpfte Schuhe sind ebenfalls sehr hilfreich und vorteilhaft. Langes gehen auf hartem Untergrund sollte vermieden werden. Ausdauersport, der langsam gesteigert wird, ist ideal, um die Muskeln aufzubauen. Moderne Physiotherapiemöglichkeiten, wie zum Beispiel Aquajogging sorgen im Wasser für ein intensives Kreislauftraining und stärken gezielt die Muskeln. Zu Hause sorgt eine schwingende Rüttelplatte mit etwa vierzig Hertz für einen selbständigen Ausgleich der Muskeln. Dies gewährleistet einen großen Trainingseffekt auf die Muskulatur und die Knochen. Somit wird die Knorpel-Regeneration nach einer Operation positiv beeinflusst und kann schneller verlaufen.



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