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Läuferknie - Symptome, Diagnose und Therapie

Moritz berichtet am 09.02.2017 um 08:11

Sportarten:

Laufen
Läuferknie - eine der häufigsten Sportverletzungen
Läuferknie - eine der häufigsten Sportverletzungen/

Ein Läuferknie quält viele leidenschaftliche Jogger durch Schmerzen an der Außenseite des Knies. Verursacht werden diese Schmerzen durch eine Überbeanspruchung im Gelenk. Dadurch wird die Sehnenplatte gereizt. Besonders Marathonläufer sind hiervon betroffen, da ihre Knie dauerhaft beansprucht werden. Im Gegensatz zum allgemeinen Glauben, können jedoch auch Personen, die nicht sportlich aktiv sind einen solchen Schaden entwickeln.

Die Ursache der Schmerzen

Die Schmerzen im Knie werden dadurch verursachet, dass die Sehnenplatte (Tractus iliotibialis) über das Gelenk scheuert. Die Tractus iliotibialis ist an der Außenseite des Oberschenkels hin zum Schienbein positioniert. Wird das hier angesiedelte Gewebe zu stark strapaziert, wie es bei Langstreckenläufer der Fall sein kann, entzündet sich das Gewebe. Ein unangenehmer Schmerz ist die Folge.
Typisch ist außerdem, dass die Schmerzen zunächst nur beim Laufen auftreten. Besonders das Bergabgehen belastet das Knie und wird deshalb als schmerzhaft empfunden. Im späteren Krankheitsverlauf weiten sich diese Schmerzen aus und treten auch beim Gehen auf. Besonders auch das Treppensteigen wird dann als sehr schmerzhaft empfunden. Im schlimmsten Fall treten sogar Beschwerden im Sitzen auf. Werden die Unterschenkel dann angewinkelt, entstehen schnell pochende Schmerzen in den Kniegelenken. Besonders unangenehm ist das natürlich auf Reisen oder in anderen Momenten, in denen sich eine solche Sitzhaltung nicht vermeiden lässt.

Woher kommt das Läuferknie?

Ein solcher Schaden kann unterschiedliche Ursachen haben. Zum einen kann es sich dabei um einen klassischen Lauffehler handeln. Beispielsweise vergessen viele Läufer sich ausreichend Aufzuwärmen, bevor sie ihren Lauf starten. Wie ist das Training außerdem zu schnell gesteigert oder auf einen zu harten Untergrund durchgeführt, kann ebenfalls eine solche Beschädigung entstehen. Jedoch trägt besonders ein falsches Schuhwerk zu dieser Erkrankung bei. Neben diesen vermeidbaren Ursachen sind auch Fehlstellungen häufig ein Grund. Dabei kann es sich um eine O-Bein-Stellung handeln. Auch unterschiedlich lange Beine, begünstigen diese Erkrankung.

Die Therapie
Ein Gelenkschaden kann jedoch erfolgreich behandelt werden. Zunächst ist es wichtig, dass die akuten Schmerzen gelindert werden. Das Knie sollte deshalb unbedingt gekühlt werden. Auch Medikamente, welche die Entzündung hemmen können zu einer schnellen Verbesserungen beitragen. Außerdem wird es empfohlen eine Bandage zu tragen, um das Knie zu stabilisieren. Bei besonders starken Schmerzen kann der behandelnde Arzt jedoch auch ein Betäubungsmittel in das Gelenk spritzen. Die Schmerzen werden dann nach sehr kurzer Zeit spürbar gelindert. Auf keinen Fall sollte mit dem Training weitergemacht werden, solange der Sportler noch Schmerzen empfindet. Für eine Heilung ist es wichtig, dass das Knie für eine längere Zeit nicht belastet wird.
Erst wenn die Schmerzen deutlich nachgelassen haben, kann wieder mit einem leichten Training begonnen werden. Dabei muss unbedingt darauf geachtet werden, dass das Training nicht zu lange oder zu anstrengend ausfällt. Sehr steile Strecken sollten vermieden werden. Außerdem sollte auf ein passendes Schuhwerk geachtet werden. Bevor der Lauf gestartet wird, sollte außerdem ein ausführliches Aufwärmen erfolgen. Auch das Ausführen einiger krankengymnastischer Übungen ist sinnvoll. Diese sollten von einem Arzt empfohlen worden sein, der im Zuge dessen auch gleich die richtige Ausführung erklärt hat. Auch eine Reduktion des Körpergewichts kann sinnvoll sein, da die ihre Kniegelenke dadurch eine geringere Belastung tragen müssen. Die Geschwindigkeit der Heilung ist somit sehr abhängig von der betroffenen Person.
Bei einer konsequenten Schonung wird das Knie vermutlich bereits nach 7 bis 14 Tagen wieder einsatzbereit sein. Werden die Schmerzen jedoch ignoriert und nicht behandelt, können dauerhafte Beschwerden die Folge sein. Eine solche kann beispielsweise ein Knorpelschaden sein, der im schlimmsten Fall irreparabel ist. Das Knie wird sich dementsprechend nie wieder voll regenerieren können. Das heißt auch, dass die Beschwerden im schlimmsten Fall dauerhaft anhalten können.

Warum gerade das Klinikgelenk?

Das Kniegelenk zeichnet sich vor allem durch seinen komplizierten Aufbau aus. Es ermöglicht die Verbindung des Oberschenkel- und des Unterschenkelknochens. Die Belastungen, welchen die Kniegelenke tagtäglich ausgesetzt sind, sind enorm. Das Gelenk besteht aus Bändern, Muskeln, Menisken, einer Kapsel und natürlich Knochen. Diese ``Einzelteile`` müssen perfekt zusammenarbeiten, um eine volle Funktionsfähigkeit zu ermöglichen. Liegt bereits eine kleine Störung in diesem System vor, kann sich eine Gelenkschädigung schneller entwickeln.
Wie bereits erwähnt, sind vor allem Marathonläufer von dieser Erkrankung betroffen. Aber auch im Radsport sind Knieprobleme fast schon Alltag. Bei Frauen findet sich eine solche Erkrankung außerdem, statistisch gesehen häufiger als bei Männern. Theoretisch kann diese Erkrankung durch jede Sportart verursacht werden, bei welcher das Kniegelenk übermäßig belastet wird.

Weitere Symtome und die Diagnose

Es wurde bereits angesprochen, dass das häufigste Symptom die Schmerzen an der Außenseite des Knies sind. Jedoch ist auch eine Schleimbeutelentzündung hierbei typisch. Denn sie wird durch die Kniegelenkabnutzung ausgelöst. Das Knie wird dabei deutlich anschwellen und heiß werden. Auch ein Gelenkerguss kann die Folge sein. Ist das Gelenk bereits stark beschädigt, kann ein deutlich hörbares Knirschen wahrgenommen werden, wenn das Bein gestreckt oder gebeugt wird. 
Da es sich dabei um eine typische Erkrankung von sportlich aktiven Menschen handelt, fällt eine Diagnose meist nicht schwer. Die Knieschmerzen sind schließlich typisch für diese Erkrankung. Jedoch muss es sich, wenn diese auftreten nicht zwingend um einen Schaden des Kniegelenks handeln. Ebenso kann eine Verletzung vorliegen oder eine andere Erkrankung der Grund für die Schmerzen sein. Meniskusschäden oder Arthrose treten schließlich ebenso häufig auf. Da vor allem Verletzungen, aber auch andere Erkrankungen behandelt werden müssen, sollte eine Untersuchung sehr gründlich erfolgen. Der behandelnde Arzt sollte auf jeden Fall das Kniegelenk röntgen. Noch besser wäre es allerdings, wenn ein MRT durch geführt wird.

Mit Massagen gegen den Schmerz

Besonders wer auf Schmerzmittel verzichten möchte, der kann durch spezielle Massagen eine Linderung der Schmerzen erreichen. Die Schädigung des Kniegelenks hat als Nebenwirkung, dass sich die Muskulatur, welche an der Außenseite des Kniegelenks positioniert ist, verkürzt hat. Diese verkürzte Muskulatur kann durch regelmäßige Massagen gedehnt werden. Auch eine Behandlung, die auf Wärmeanwendungen beruht ist deshalb sinnvoll, da sich dadurch die Muskulatur ebenfalls lockert.

Die richtige Vorbeugung

Eine Beschädigung des Gelenks kann, wie fast jede andere Erkrankungen vorgebeugt werden. Besonders der eigene Laufstil muss hierfür untersucht werden. Deshalb sollte sich jeder Läufer fragen, ob auch er seine Kniegelenke mehr als nötig beansprucht. Es kann sinnvoll sein, bei einem erfahrenen Trainer nachzufragen und ihn den eigenen Laufstil beurteilen zu lassen. Außerdem sollte bei den Laufschuhen nicht gegeizt werden. Denn hier ist Qualität besonders wichtig. Wird am Preis gespart, kann sich dies im Nachhinein böse auswirken, da ärztliche Untersuchungen und eine medikamentöse Behandlung deutlich teurer ausfallen. Besteht eine Fehlstellung, muss diese unbedingt durch angepasste Schuhe ausgeglichen werden. Das kann beispielsweise durch spezielle Einlagen erfolgen. 
Sollten dennoch Schmerzen an der Außenseite des Knies auftreten, sollten diese unbedingt ernst genommen werden. Einen solchen Warnhinweis zu ignorieren, kann fatale Folgen haben. Allgemein soll der Körper schließlich von der sportliche Aktivität profitieren und nicht dadurch geschädigt werden. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, der kann allerdings auch die Sportart wechseln. Besonders das Schwimmen ist beliebt, um die Gelenke zu schonen. Denn hier werden die Gelenke kaum belastet, da sie das eigene Körpergewicht nicht tragen müssen. Vor allem bei übergewichtigen Läufern sollte über einen solchen Wechsel nachgedacht werden.
Wie bereits angesprochen ist es außerdem wichtig, dass ein ausführliches Aufwärmen durchgeführt wird. Dazu gehören immer auch Dehnübungen, die gleichzeitig Verletzungen vorbeugen. Eine typische Übung, um eine Knieschädigung vorzubeugen ist das Überkreuzen der Beine. Ist das erfolgt, beugt sich der Läufer im Stehen Vornüber. Anders ist es kaum möglich, die Außenseite des Beins auf den Lauf vorzubereiten.



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