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Ischiocrurale Muskulatur - Verletzungen und Prävention

enduro berichtet am 21.07.2016 um 10:10

Sportarten:

Laufen Speedminton
 Ischiocrurale Muskulatur
Ischiocrurale Muskulatur /Die Ischiocrurale Muskulatur ist für einen erfolgreichen schmerfreien Sport entscheidend.

Die ischiocrurale Muskulatur gehört zu den Muskelgruppen der hinteren Oberschenkelmuskulatur. Hierbei handelt es sich um eine Gruppierung unterschiedlicher Skelettmuskeln. Hierzu zählen der Musculus semitendinosus (Halbsehnenmuskel), Musculus Biceps femoris (Beinbeuger) und den Musculus semimembranosus (halbmembranöser Muskel). Während des Laufens übernehmen diese Muskeln zwei wesentliche Funktionen: Sie sind für die Streckung des Hüftgelenks zuständig wie auch an der Beugung des Kniegelenks mitbeteiligt. Zudem stabilisieren sie das sich im Kniegelenk befindende vordere Kreuzband. Besonders bei Menschen, die tagsüber die meiste Zeit sitzen, ist die hintere Oberschenkelmuskulatur oft verkürzt, was beim Laufen wiederum zu Zerrungen oder gar zu Muskelrissen führen kann. Vorbeugen lässt sich eine solche Verletzung durch Lauftraining oder regelmäßige Dehnübungen.

Rehabilitationsmöglichkeiten von  Ischiocruralen Verletzungen

Hierzu gehören die regelmäßige Kontrolle des Entzündungsgrades, Bewegung in der sagitalen Ebene, leichtes Fahrrad fahren, leichtes (schmerzfreies) Dehnen und einzelne Kräftigungsübungen für die betreffende Muskulatur. Die Remoellierungsphase beinhaltet auch einzelne, jedoch vermehrt progressive Kräftigungsübungen wie zudem exzentrische Belastung und leichtes Dehnen. Darauf folgen sportartspezifische Übungen wie Sprinten und Laufen, wie auch das weitere Kräftigen und Dehnen der unmittelbar angrenzenden Muskulatur.

Präventionsmöglichkeiten für Sportler

Um einer Verletzung der Ischiocrurale Muskulatur vorzubeugen, sollten Sportler diese präventiv kräftigen. Zu diesem Zweck dienen beispielsweise dynamische Aufwärmübungen wie das Laufen mit jeweils gebeugten und gestreckten Beinen, aktive Dehnübungen und Ausfallschritte. Zudem sollte ein systematisches Krafttraining, einschließlich exzentrischer Übungen durchgeführt werden. Besonders durch diese Übungen wurde schon oft ein drastischer Rückgang der Verletzungen erlangt. Besonders hilfreich hierbei sind Übungen Ausfallschritte rückwärts, exzentrische Boxdrops und Kreuzheben mit durchgestreckten Beinen, Glutaenbrücke mit gemächlichem Zurücklaufen, Nordic Biceps Curls oder einbeiniges Kreuzheben. Ergänzend hierbei ist ein Training zum Erlernen einer korrekten Lauftechnik sinnvoll. Auch die Kräftigung der Bein-, Rumpf- und Armmuskulatur ist von Nutzen, da alles ineinander übergeht. Besonders hilfreich ist auch Stretching also Dehnen und Kräftigen der Muskeln (zwei bis drei Mal wöchentlich). Beim Dehnen und Lockerlassen spricht man vom Agonisten und Antagonisten (Spieler/Gegenspieler).

Leichte Fitnessübungen

Mit angewinkelten Beinen und in der Rückenlage die Oberschenkel unmittelbar hinter der Kniehöhle umfassen und dabei die Oberschenkel Richtung Brustkorb ziehen, wobei sich das Gesäß vom Boden löst (circa zwanzig Sekunden halten), kurze Pause mit jeweils zwei Wiederholungen.

Rückenlage, Beine in lockerer Streckung, wobei die Lendenwirbelsäule sanft zum Boden drückt. Hierbei richtet sich die Konzentration auf ein Bein, welches aus der Hüfte herausgestreckt (verlängert) wird. Das Ganze wird circa zwanzig Sekunden gehalten. Anschließend wird die Übung mit dem anderen Bein wiederholt.

Beim „Langsitz“ wird der Oberkörper gerade gehalten, wobei die Beine in lockerer Streckung sind. Jetzt wird das rechte Bein angewinkelt und über das linke Bein zur linken Seite geführt, wobei der rechte Fuß in Höhe des linken Knies plaziert wird. Dabei wird der linke Ellbogen an die Aussenseite des rechten Knies geführt. Dabei versucht die Person, das angewinkelte Bein nach sanft nach links zu bewegen. Anschließend wird die Übung mit dem anderen Bein vollzogen.

Während einer weiteren Übung werden beide Füße und die angewinkelten Beine auf den Boden gestellt. Dabei wird die Fessel des rechten Beines vorn gegen das Knie des anderen Beines geführt. Dabei wird das Knie des rechten Beines nach außen gedrückt. Jetzt mit beiden Händen den Oberschenkel des linken Beins umfassen und sanft heranziehen. Das Ganze circa zwanzig Minuten halten. Im Anschluss erfolgt ein Seitenwechsel.

Verletzungen der Ischiocrurale Muskulatur

Eine Verletzung der Ischiocrurale Muskulatur zeigt sich beispielsweise durch einen leichten bis starken plötzlichen Schmerz beim Auftreten und Beschwerden beim Laufen und Rennen. Zu den schwerwiegenderen Verletzungen gehört das lokale Hämatom (ursprünglich bei schweren Verletzungen), Palpation, welche eine erhebliche Spannung darstellt, bei welcher sich eine Delle ertasten lässt. Weitere Symptome sind eine beträchtliche Abnahme der Kraft und Flexibilität wie auch ein negativer Slumptest. Dies bezügliche Abnormitäten können bei einer bildgebenden Diagnostik (MRT/Ultraschal) dargestellt werden.

Muskelaufbau

Muskeln sind in ihrer Struktur so aufgebaut, dass Funktionalität und Festigkeit bestmöglich unterstützt werden. Zudem setzt sich der Muskel aus einzelnen Strukturen zusammen, welche sich von innen nach außen folgendermaßen aufbauen: Der Grundbaustein eines jeden Skelettmuskels ist die Muskelfaser. Diese besteht aus einer Zelle, welche mehrere Zellkerne aufweisen kann. Dabei kann eine einzige Faser bis zu fünfzehn Zentimeter lang und circa 0,1 Millimeter dick sein. Die Muskelfasern sind vom Bindegewebe Ednomysium (endo-innen) umhüllt. Dabei werden mehrere Muskelfasern zu einem Muskelfaserbündel miteinander verbunden. Dieses wird wiederum von Septen (Scheidewände) aus dem starken Bindegewebe (Perimysium) umschlossen. Der komplette Muskel besteht aus einer Vielzahl an Muskelfaserbündeln, welche vom Epimysium (lockeres Bindegewebe) umhüllt werden. Dieses wiederum ist von den Muskelfaszien (feste Muskelhülle), welche dem Muskel in seiner äußeren Form hält.

Aufbau des Fettgewebes

Das Fettgewebe ist eine besondere Form des Bindegewebes und erfüllt die Aufgabe Fettspeicherung. Fett bildet sich an unterschiedlichen Körperstellen und wird aus Fettzellen, den sogenannten Adipozyten gebildet. Diese lagern das Fett in ihrem Zellleib und geben es je nach Bedarf wieder frei. Adipozyten können beinahe überall im Körper (einzeln oder in Gruppen) vorkommen und sind in das lockere Bindegewebe eingelagert. Im Fettgewebe selbst befinden sich viele Fettzellen, welche vom Bindegewebe in Läppchen zusammengefasst sind. Das Fettgewebe unterteilt sich in zwei Gruppen, dem weißen und braunen Fettgewebe, welche unterschiedliche Aufgaben zu erfüllen haben. Mit Fettgewebe ist in erster Linie das weiße Fettgewebe gemeint, da dieses im menschlichen Körper deutlich häufiger vorkommt als das braune Fettgewebe. Das weiße Fettgewebe hat drei Funktionen. Als erstes dient es der Speicherung von Lipiden, Wasser und fettlösliche Vitamine. Dabei sorgt es für das Anlegen von Energiereserven im Körper. Dieser verfügt über einen hohen Fettanteil, weshalb ein Mensch sogar bis zu circa dreißig Tage ohne Nahrungszufuhr auskommt. Sportler oder sehr schlanke Menschen weisen oft nur einen Fettanteil von circa zehn Prozent im Körper auf, während dieser bei Normalgewichtigen bei circa fünfzehn bis fünfundzwanzig Prozent liegt. Bei fettleibigen Menschen hingegen liegt der Fettanteil des Körpergewichts manchmal bei mehr als fünfzig Prozent.

 



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