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Backcountry-Ski: Die wichtigsten Informationen

Moritz berichtet am 29.12.2014 um 13:14

Sportarten:

Skilanglauf

Der klassische Skisport ist im Winter ein Highlight. Natürlich kann das Skifahren viel Spaß versprechen, doch man muss nicht auf den bekannten Pisten fahren. In den letzten Jahren wurde das Skifahren fernab der Pisten beliebter und ist gerade für Familien mit Kindern oder älteren Personen ein Höhepunkt, genauso für jene, die es ruhiger angehen möchten. Einer der neusten Arten ist Backcountry-Skifahren. Diese Skier sind für das fahren im unwegsamen Gelände gemacht und somit etwas für Abenteuer.

Welche Modelle gibt es?

Die Backcountry-Ski zählen zu den nordischen Skiern und werden deswegen in Skandinavien unter der Bezeichnung „Fjellski“ oder „Fjällski“ geführt. Der Backcountry-Ski ist mit den normalen Langlaufski zu vergleichen, jedoch breiter. Ebenso ist er mit einer Stahlkante ausgestattet. Durch die größere Breite ist es möglich, schneller durch die gespurten Loipen oder abseits des Weges voranzukommen. Ein starkes Einsinken wird verhindern, wie es bei flachen Langlaufskiern der Fall ist. Die Stahlkanten sind für kleine Abfahrten gemacht und schützen nebenbei den Ski. Je nach Modell sind die Backcountry-Ski tailliert. Insofern sind bessere Abfahrten im alpinen oder im Telemarkstil möglich. Für die Backcountry-Ski sind Grönland-, Polregionen- und Skandinaviendurchquerungen abseits der Spurloipen zu empfehlen. Die meisten Modelle werden von den Herstellern in L, XL und XXL eingeteilt. Dies bezeichnet die Breite der Backcountry-Skier. Bei einem L-Modell ist der Einsatzbereich 50 Prozent Piste und 50 Prozent Gelände. Diese werden gern Twintip-Konstruktionen bezeichnet und sind somit ein idealer Mittelweg für jeden, der abseits der Wege fahren und kleine Abfahrten nutzen möchte. Das XL-Modell hat 30 Prozent Piste und 70 Prozent Gelände zu bieten und ist somit noch breiter. Besonders für abwechslungsreiche Strecken mit kurzen Abfahrten ist der Skier die richtige Wahl. Bei vorwiegend geraden Strecken ohne große Abfahrten ist der XXL-Modell ideal. Dieses hat einen Einsatzbereich von 10 Prozent Piste und 90 Prozent Gelände. Was wird fürs Backcountry-Skiing benötigt? Das Motto vom Backcountry-Ski heißt „Back to the nordic Roots“ und somit mitten in die Natur. Man könnte das Backcountry-Skiing mit einer Wanderung im Schnee vergleichen, allerdings ist es leichter und aufregender. Abseits der gespurten Loipen wird man durch frischen Schnee und eine unberührte Natur wandern. Deshalb ist es nicht überraschend, dass Backcountry-Skiing zu einen der neuen Trendsportarten gehört. Um den Sport auszuführen, werden die passenden Langlaufski mit Stahlkante benötigt. Diese müssen breiter sein, als ihre schmalen Verwandten für die gespurten Langlaufloipen. Die Skier sollten zwischen 55 und 70 Millimeter unter der Bindung messen. Insofern bieten sie genügend Fläche, damit sie einen Auftrieb im Tiefschnee erhalten. Die Vorspannung ähnelt dem klassischen Langlaufski. Wichtig ist, dass die Steigzone unter der Bindung regelmäßig gewachst wird.

Es gibt auch „No Wax-Modelle“ mit nach hinten gerichteten Schuppen in der Steigzone besitzen. Durch diese wird das Zurückrutschen verhindert. Für steile Wege gibt es schmalere Steigfelle. Ein wichtiger Aspekt sind die Bindungen. Wie bei den Langlaufbindung bleibt die Ferse frei, die Schuhspitze rastet in die Bindung ein, wobei ein Bügel in Anspruch genommen wird. Dieser Bügel weist ebenfalls eine breitere Form auf, damit die Kraft besser auf den Ski übertragen werden kann. Beim Kauf muss darauf geachtet werden, dass es zwei Bindungs-/Sohlennormen sind. Diese sind nicht miteinander kompatibel. Der NNN BC (New Nordic Norm Backcountry) stammt von der norwegischen Firma Rottefella und passt zu einer Großzahl von bekannten Marken und Schuhen wie Alpina, Fischer oder Alfa. Die SNS BC (Salomon Nordic System Backcountry) kommen von der Marke Salomon und sind nur mit Schuhen von Atomic und Salomon kompatibel. Ansonsten wird der Blick auf den Stiefel geworfen. Die Sohle ist flexibel und bietet ein natürliches und kraftsparendes Abrollen. Im Vergleich zu den sportlichen Langlaufschuhen haben die BC-Stiefel einen höheren und festeres Schaft, in den meist Gamaschen integriert sind. Beim Kauf sollte man zuerst den Stiefel wählen und danach den passenden Ski. Das liegt daran, dass nicht jeder Stiefel zur Bindung des Skiers passt. Weitere Informationen Man kann nicht einfach mit dem Backcountry-Skiing anfangen und sich in die Wildnis begeben. Da man abseits des vorgegebenen Weges unterwegs ist, muss man sich vorher Gedanken über seine Route machen. Ein ausreichender Planungsaufwand ist Pflicht, damit es zu keinen Problemen kommt. Bei gespurten Loipen wird man die Orientierung nicht verlieren, mitten in der Wildnis schon. Die eigene Spur kann verwehen, man verirrt sich, im Dunkeln sieht alles anders aus und man trifft nur selten auf weitere Menschen. Deswegen gehört zum Equipment jedes guten Backcountry-Skiers eine topographische Karte und ein GPS-Gerät. Diese zeigen Wegverläufe, Kreuzungen und Gabelungen an und können dabei helfen, schnell den Ausgangspunkt wiederzufinden. Weiterhin ist warme Bekleidung ein Muss. Ansonsten ein geladenes Handy, ein Erste Hilfe-Set, Snacks und Getränke mitnehmen. Gerade in den Alpen gibt es viele schöne Gebiete zum Backcountry-Skiing. Ein Traum ist Ramsau in Dachstein. Es gibt hier mehrere Camps, die einen idealen Startpunkt für Backcountry-Skiing anbieten. Ebenso schön sind die Wildalpen, die mit herrlicher Natur punkten. In den Schweizer Alpen warten sogar über 1.000 Routen auf jeden Backcountry-Skier.



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